Rundgang durch histrorische Sägemühlen

Der virtuelle Rundgang durch die historischen Sägemühlen soll zeigen wie in der Zeit vor den computer gesteuerten Sägewerken mit vollautomatischem Ablauf einst aus Stämmen von gefällten Bäumen Balken und Better geschnitten wurden.

Das eigentliche Verfahren des Holzschnitts ist immer gleich und ist bereits seit hunderten Jahren bekannt. Dazu wurden die Bäume zunächst entastet und dann der Säge zugeführt.
Frühere Sägen hatten einen Rahmen, der Mittels eines Schlagdaumen angehoben wurde und dann Aufgrund der Schwerkraft nach unten sackte und so das einzelne Sägeblatt durch den Stamm trieb.

Klopfsäge im Museums Vogtsbauernhof
Sägerahmen der Klopfsäge im Freilichtmuseum Vogtsbauernhof

Später erst fand man den Kurbeltrieb und hob und senkte den Sägerahmen durch den Stamm aufgrund der Auf und Ab Bewegung der Kurbel.
Diesem Prinzip folgen noch heute die Sägen, die man nun Gatter nennt. Denn heutige Sägegatter nehmen im Gegensatz zum alten Sägerahmen nicht bloß ein Sägeblatt auf, sondern eine ganze Reihe, auch ist der Rahmen nicht mehr aus Holz, sondern aus Gußeisen und läuft mit einer wesentlich höheren Geschwindigkeit, was einen wesentlich höheren Kraftaufwand am Antrieb bedingt. Daher findet man an den historischen Sägemühlen oft die größten und leistungsfähigsten Wasserräder.

Auf die besonderen Sägen, die Schnellläufer oder Venezianer Säge gehe ich hier nicht ausführlich ein, auch wenn deren Form sicherlich hier mit Bildern behandelt wird. Diese Sägen hatten meist kleine Wasserräder, sogenannte Watschel.

Watschel einer Venezianer Säge am Schlern in Südtirol

Watschel einer Venezianer Säge am Schlern in Südtirol
Gut zu erkennen ist die geringe Größe des Wasserrades, doch dieses Rad kann als direkter Vorgänger der Wasserturbine angesehen werden, denn es erreicht gut 20 bis 50 Umdrehung pro Minute.
So wird hier der Sägerahmen zwar nicht öfter Auf und Ab bewegt, als in den Hochgangsägen mit großen Wasserrädern, die hier dargestellt werden, aber die Säge hat einen Direktantrieb des Sägerahmens
So ermöglichte dann das Vollgatter zusammen mit dem mächtigen Wasserrad die Möglichkeit, Drehzahl und Drehmoment für ein modernes Vollgatter zu erreichen. Die Schnellläufer konnten die Vollgatter nicht antreiben, weil diese zu wenig Kraft entwickelten und moderne Turbinen benötigen noch heute dafür ausgeklügelte Getriebe, um von der schnellern Drehzahl das erforderliche Moment zu erreichen.
Auch auf die Horizontal Gatter Sägen geht diese Abhandlung nicht ein, anstelle Auf und Ab wird hier das Sägeblatt links und rechts bewegt, der Stamm damit nicht senkrecht geschnitten, sondern waagrecht werden hier die Holzteile abgenommen. Horizantalgatter sind nicht sehr verbreitet, durchgesetzt sind die normalen Senkrechten Vollgatter, die auch heute noch in Sägewerken im Einsatz sind, so daß auch nur diese auf dieser Seite zu finden sind.

Das kleine Wasserrad einer Venezianer Säge im Freilichtmuseum Tiroler Bauernhäuser in Kramsach, Österreich. Im Gegensatz zum obigen Watschel ist es noch ursprünglicherweise aus Holz gefertigt und das Schussgerinne liegt offen.
Gut ist das Steile Gerinne zu erkennen, welches den Wasserstrom beschleunigen soll, um möglichst einen schnell fließenden Wasserfächer auf die Schaufeln zu werfen.
Dies dreht das Rad in schnellen Umdrehungen, wobei hier viel Wasser auch mit dem Rad umgewirbelt werden dürfte, so daß hier sicherlich das Rad viel Wasser um sich wirft, schäumt und spritzt.
Diese Räder waren gerade an hohen Gefällen zu finden, weil hier die drei, vier Meter Fallhöhe anstelle über ein oberschächtiges Wasserrad mit dem Schussgefälle auf die kleinen Räder versucht wurden, in rasche Drehzahlen umzusetzen.
Dies funktionierte leider nur begrenzt, denn der Verlust der Fallhöhe und die geringe Umsetzung der kinetischen Energie durch gerade Schaufeln machten diese Räder sehr ineffizient. Auch wenn das Prinzip der Freistrahlturbine aufgegriffen wird, ist dieses doch aufgrund des damals eher mangelhaften Verständnisses nur mangelhaft in energie umgesetzt. Es ist daher kein Wunder, daß diese Räder durch moderne Wasserräder ersetzt worden sind, die mit Getriebe Vorgelegen hier mehr und besser die Sägen betreiben konnten.

Watschel einer Venezianer SägeIm Freilichtmuseum Kramsach Österreich
Direktantrieb des Sägerahmens der Venezianersäge

Hier nun der Direktantrieb des Sägerahmens der Venezianersäge.
Auf der Welle des schnell rotierenden Wasserrades war am Ende unter dem Sägerahmen dann eine eiserne Kurbel angebracht. An deren Kurbelzapfen war dann eine kleine Treibstange angebracht, die den Sägerahmen direkt und ohne Zwischengetriebe auf und Ab bewegen konnte.
In den zumeist hölzernen Sägerahmen war nur ein Sägeblatt eingespannt, so daß nur ein Schnitt pro Durchgang durchgeführt werden konnte, mehr Kraft hatten die kleinen Räder nicht.
Die schnelle Drehzahl des Rades war daher unabdinglich, wollte man mit der für Holzsägen nötige Hubzahl arbeiten.
Der Holzschnitt war damit zwar möglich und auch mechanisiert, die Muskelkraft und das Geschick des Menschen spielten nun noch eine untergeordnete Rolle, aber die Arbeit blieb sehr Zeitaufwendig, wollte man anstelle Balken einzelne Dielen oder Bohlen aus dem Holz schneiden.
Auch entsprechende Schnitte von einzelnen Balken waren schwer, musste dazu der Stamm oft gedreht und umgesetzt werden, um aus dem einen Stamm möglichst sparsam und mit wenig Verschnitt die nötigen Schnitte auszuführen, um die Balkenaus dem Stamm zu schneiden.
Dies ist bei Gattersägen schon anders, weil nicht nur ein Schnitt pro Durchlauf zumeist gemacht werden können.

 

Wasserrad der Säge des Gallushofes im Schwarzwald
Die historische Sägemühle des Gallushofes im Schwarzwald

Die Sägemühle des Gallushofes ist eine typische Sägemühle mit Wasserradantrieb im nördlichen Schwarzwald nahe Oberharmersbach. Sie wurde in den 80er Jahren wieder neu aufgebaut. Der Besitzer des Gallushofes , Zimmermann Klaus Lehmann hat es erbaut. Das Rad hat einen Durchmesser von 4,5 Meter und ist 1,2 Meter breit. Pro Schaufel kann es 65 Liter Wasser aufnehmen und erbringt eine Dauerleistung von 14 kW, genug Kraft für das Vollgatter der Säge.
Auch heute noch ist die Säge für Vorführungen und bei Restaurierungsarbeiten in Betrieb.

Das Vorgelege der Sägemühle des Gallushofes zeigt das große Kammrad. Es ist aus Gußeisen und mit vielen einzelnen Holzzähnen, sogenannten Kämmen, aus Buchenholz besetzt. Es greift in das Vollzahnrad aus Gußeisen ein, wo auf gleicher erneut ein Kammrad mit Buchenholz-Kämmen sitzt, welches dann auch wieder in ein kleines Zahnrad aus Eisen eingreift. Auf dessen Welle sitzen dann die hölzernen Riemen-Traibräder.
Das Kleinere Treibrad treibt eine Kreissäge an, das große treibt den Kurbeltrieb der Gattersäge an. So wird von einer geringen Drehzahl auf an der Welle des Wasserrades auf die hohe Drehzahl zum antrieb des Sägegatters transformiert, wobei das hohe Drehmoment des Wasserrades hier sehr hilfreich ist und der Säge das nötige Durchzugsmoment gibt.

Vorgelege der Säge des Gallushofes
Transportrad zum Stammeinzug an der Gallussäge

Die Stämme wurden meist über ein ausgeklügeltes Transportsysttem zum Einzug und Vorschub der Stämme zum Gatter. An der Säge des Gallushofes ist dies ein Klingenrad, welches die Auf und Ab Bewegungen des Sägerahmens benutzt, um das Klinkenrad zu drehen und damit die Winde zum Transport des Holzgleiters oder des Stammes zum/auf den Holzgleiter zu bewegen. Der Stamm ist auf einem Holzrahmen befestigt, der auf hölzernen Gleitschienen, die gut mit Bienenwachs gleitfähig gemacht sind, voran gleitet.
Erst später benutze man gußeiserne Transportwagen, die auf Eisenschienen laufen und noch heute zu finden sind, wie später noch zu sehen sein wird. Doch auch hier übernehmen ähnliche Konstruktionen Stammeinzug und Vorschub durch das Gatter.

Ansicht des Gatters in der Gallussäge.
Schön ist der Hölzerne Gleitrahmen zu erkennen, auf dem der Stamm mittels einer Zwinge befestigt ist.
Der Rahmen des Gatters läßt den Rückschluß auf die einstige Größe des frühern Sägerahmens der alten Hochgangsäge zu. Spätere Vollgatter haben einen weniger wuchtigen und breiten Rahmen, wirken kompakter und filigraner. Hier sind große Spalten zwischen Rahmen und Säge vorhanden, die Später eingespart wurden. Auch weicht der wuchtige Gleitrahmen einem wesentlich verbesserten Prinzip der Stammaufnahme und des Stammtransportes. Der große Luftspalt hier am Sägerahmen läßt hier jedoch zu, daß man weniger gerade, knorrige Stämme durch keilen und hebeln in eine spätere recht gerade Form zwingen und so sägen konnte, so daß die gesamte Stammlänge für einen einzigen Balken genutzt werden konnte, z.B. für die langen Hauptständer der typischen Schwarzwaldhäuser.

Die Gattersäge des Gallushofes

Viele der Sägen litten unter Wassermangel, denn dann konnte das große Wasserrad nicht die erforderliche Leistung erbringen um die Sägen zu betreiben, ja an vielen der kleineren Hofsägen konnten gar keine großen Wasserräder montiert werden, weil hier oft die Wassermengen nicht ausreichten, um diese Monster der Wasserkraft zu betreiben.
Ein Rad wie das der Gallushof Säge hat die Kapazität rund 500 Liter Wasser pro Sekunde zu verarbeiten. Um aber mehr Leistung zu erzeugen, müssen die Räder entweder um Durchmesser wachsen, um so mehr Fallhöhe nutzen zu können, oder breiter werden, um mehr Wasser zu verarbeiten.
Doch allein damit ein Rad einen Kubimeter Wasser verarbeiten kann, müsste es dann über 2 Meter Breite aufweisen, bei einem oberschlächtigen Rad ein wahres Monster. So wurden hier dann meist stärkere Wasserströme angezapft und große unterschlächtige Räder mit der Kapazität von 2 Kubikmeter und mehr pro Sekunde verarbeiten zu können, eingesetzt. Dies zeigt sich z.B. an der 's Glatze Mühle in Seelbach im Schwarzwald, wo das große uunterschlächtige Wasserrad nun fast 20 kW Leistung erzeugt, genug Leistung für ein modernes Vollgatter und alle Nebenmaschinen.
Wo dies nicht möglich war, mußten andere Kraftquellen eingesetzt werden, um bei Schwachwasser den Wasserantrieb zu stützen oder völlig zu ersetzen.

Der Hilfdiesel vom Typ Deutz MIH 332 in der Säge des Kühnerhofes in Sasbach.
Die Säge des Kühnerhofes ist nach Flurbereinigung des Sasbachs und der Neubettung desselben vom Wasser abgeschnitten und aufgrund eines Neubaugebietes kann die Mühle auch nicht mehr an das Wasser des Sasbaches angeschlossen werden. Da das Rad der Kühnerhofsäge nur eine mittlere Leistung von ca. 5 kW erzeugt, war der Einbau eines modernen Vollgatters unmöglich. Erst der Diesel ermöglichte den Einbau des modernen Vollgatters und unterstützte zunächst nur das Wasserrad, heute treibt er allein die Säge an. Regelmäßig ist er in Betrieb und läuft vollkommen leise und erschütterungsfrei. Er wird mittels Pressluft angelassen

Deutz Einzylinder Dieselmotor Typ MD
IH332
modernes Vollgatter in der Glatze Mühle

Hier nun ein modernes Vollgatter, wie es auch heute noch zu finden ist. Die zwei Stockwerke messende Gußrahmenkonstruktion wirkt wesentlich filigraner als die Holzrahmenkonstruktion.
Im Vordergrund sieht man nun einen der Transportwagen für den Stammtransport und Vorschub zum Gatter. Er löste den unförmigen Holzrahmen ab und läuft auf Eisenschienen.
Solche Vollgatter sind noch heute in Sägewerken zu finden. Auch in der Glatze Mühle im Schwarzwald ist das Vollgatter noch in Betrieb, es werden regelmäßig Stämme zu Brettern und Bohlen gesägt. Wo immer die Wasserkraft es ermöglichte und der Bedarf es bedingte, wurden die alten Holzrahmengatter durch die modernen Gußeisen-Vollgatter ersetzt.

Die Kantensäge in der Säge des Kühnerhofes.
Mit dieser Kreissäge konnten die Bretter von den mit Aussenholz besetzten Kanten des Stammes befreit werden, als auch die Bretter auf die korrekte Breite zugeschnitten werden. Auch diese Sägen befanden sich in den meisten Sägemühlen. Denn oft konnte man das Sägeblatt gegen eine Fräswalze zum Hobeln ausgetauswcht werden. So wurde aus der Kreissäge eine Hobelbank, mit der Better und Balken an den Seiten gehobelt und damit geglättet werden konnten. So entstanden am Vollgatter die Grundbretter, die dann an der Kreissäge auf einheitliche Breite geschnitten wurden und deren Kanten begradigt wurden. Dann konnten diese im Arbeitsgang später gehobelt werden.
So konnten fertige Balken auf Länge und Breite passend direkt aus der Säge an den Kunden geliefert werden.

Die Kantensäge in der Säge des Kühnerhofes
Rampe in den Mühlenstau

Viele Sägemühlen liegen am Wasser, weil man das Holz früher oft nicht mit Fuhrwerken, sonern als FLoss zu den Sägen brachte. Denn Stromauf wurde das Holz geschlagen und stromab, lag die Mühle. So konnte das Fließen des Wassers den Transport der Stämme übernehmen.
So gab es auch unterschiedliche Methoden, die Rohhölzer in die Säge zu bekommen. Einige Sägen hatten hier seitliche Winden, um die Stämme seitlich einzuziehen und waren daher seitlich offen, andere griffen die Stämme aus dem Wasserstrom ab, wozu eine Rampe direkt ins Wasser führte. Hier konnte man dann mit einer einfachen Wind die Stämme aus dem Wasser die Rampe hinauf direkt in die Sägemühle einziehen.
Vereinfacht wurde dies, wenn diese Winden wie dann oft, mit der Kraft des Wassers angetrieben wurden. Hierzu wurden Windenkonstrukte ühnlich den Bremsfahrstühlen eingesetzt. Einige Winden waren sogar wendefähig, und so konnte man die Winde nicht nur einziehen mit der Wasserkraft, sondern auch auslaufen lassen.
Auf dem Bikld sieht man nun eine Rampe in den Mühlenstau, worüber die Hölzer aus dem Staubereich mit Flösserhaken zur Rampe bugsiert wurden und dann mit Hilfe einer Winde in die Säge eingezogen wurden.

Andere Mühlen, andere Techniken. Hier die Säge des Kloster Ettal. Sie ist leider nicht mehr in Betrieb, aber der Einzug der Stämme aus dem Mühlgraben und Mühlstau vor den ehemaligen Wassereinläufen zu den Wassertriebwerken. Hier findet man einen Kettenzug mit einer Endloskette.
Stämme wurden hier direkt eingehängt und dann so über die Gleitfläche direkt aus dem Wasser in die Sägehalle gezogen werden konnten.
Solche Anlagen gab es nicht häufig und zeigten, daß die Mühlen und Sägewerke der Klöster auch auf höchsten technischen Niveau waren. Denn diese Einzugsanlagen zeigen, daß man sich durchaus bewußt war, daß ein schneller Holzeinzug aus dem Stau zur Säge nicht nur Zeit, sondern vor allem mühsame Arbeit ersparte.
Zudem erkennt man gut, daß der Blockwagen bis vor die Halle gefahren werden konnte, so daß auch Langholz geschnitten werden konnte. Der Weg zum Wasser war daher recht lang und mithilfe des mechanischen Förderers konnte diese lange Strecke über die lange Auszugsrampe ohne Beschwerden überwunden werden.
Die Förderkette reicht bis in die Mitte der Halle, so daß auch lange Stämme sicher auf die Blockwagen abgelegt werden konnten.
Leider ist diese alte nud seltene Anlage dem Verfall Preis gegeben.

Kettenzug in die Sägemühle

Dies ist nun eine kurze Abhandlung über historische, wasserbetriebene Sägemühlen. Es gibt hier recht wenig aussergewöhnliches, doch führte dies zu den heutigen modernen Sägewerken. Hier sind die Arbeitsschritte hintereinander in ganzen Produktionsstrassen geschaltet, und werden computer gesteuert vom Stamm bis zum fertigen Brett oder Balken nach Kundenwunsch automatisch durchlaufen.
In den historischen Sägemühlen mßte noch der Sägemüller diese Schritte manuell ausführen, konnte dabei aber auf jedes Brett Einfluß nehmen, und oft aus dem natürlichen Rohstoff wesentlich mehr machen, als dies die computer gesteuerten Anlagen heute schaffen. Daher werden gern bei Restaurierungsarbeiten solche alten Sägen benutzt, denn nur damit kann man die Balken und Bretter in der gleichen Form und Weise fertigen, wie es damals war.. und das in der gleichen Qualität wie damals und auch im Einklang mit dem Naturstoff Holz.
Daher ist es wichtig, auch heute viele dieser Mühlen zu erhalten und betriebsfähig zu halten.

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