Güterzug - Dampflokomotive 52 4867

Die Güterzug - Dampflokomotive 52 4867 ( Maschinenbau und Bahnbedarf A.G., Potsdam - Babelsberg, Fabriknummer 13931 ) wurde am 10.7.1943 an die Reichsbahndirektion (Rbd) Dresden, Bahnbetriebswerk Komotau, im Rahmen einer Gesamtserie von über 6000 Lokomotiven der Baureihe 52 geliefert. Die 52 4850 - 4859 und 4865 - 4869 kamen damals zum Bw Komotau, die 52 4855 - 4864 wurden beim Bw Werdau (Sachsen) neu in Dienst gestellt.

Ab Ende September 1944 wurden 16 Lokomotiven der Baureihe 52 wegen Störungen des elektrischen Betriebs in West - Österreich von den Betriebswerken Wörgl und Innsbruck aus eingesetzt. Im Oktober 1944 ist als Zugang von der Rbd Dresden neben den Lokomotiven 52 3827, 52 4887 und 52 6649 unter anderem auch die 52 4867 in Wörgl, damals zur Rbd München gehörend, eingetroffen.

Vom 25. Mai 1945 bis Anfang 1946 war die Lok in Kufstein schadhaft abgestellt. Von Anfang April 1946 bis zum 16. Juni 1948 gehörte sie als Betriebsmaschine zur ÖstB Direktion Innsbruck, Zugförderungsleitung (Zfl.) Bludenz und wurde am 17. Juni 1948 an die Direktion Villach, Zfl. Graz abgegeben.

Im April 1953 ist die 52 4867, nach dem neuen Bezeichnungsschema der ÖBB, in 152.4867 umgenummert worden. Die vorangestellte "1" diente als Unterscheidungsmerkmal der Lokomotiven der Reihe 52 mit Barrenrahmen zu denjenigen mit geschweißtem Blechrahmen. Barrenrahmen, wie sonst allgemein bei der Deutschen Reichsbahn üblich, wurden von den Lokomotivfabriken in die erste Lieferung der Baureihe 52 eingebaut. Dies aber nur solange wie noch vorgefertigte Rahmen, für die eingestellte Produktion der in den Abmessungen identischen Baureihe 50, lagerten. Im damaligen Umzeichnungsplan (Dienstbefehl 805 vom März 1953) waren 307 Lokomotiven der Baureihe 52 verzeichnet, die nach Kriegsende in Österreich verblieben sind . Mit der neuen Bezeichnung wurden bei den Österreichischen Bundesbahnen 271 Maschinen der Reihe 52 und 36 Maschinen der Reihe 152 in den Bestand aufgenommen.

 

 

 

Güterzugdampflokomotive 52 4867

 

Vom 8. Oktober 1964 - 31. Juli 1965 gab 152.4867 ein kurzes Gastspiel in der Zfl. Wien-Ost und war vom 1.August 1965 - 14. Januar 1970 in der Zfl. Wiener Neustadt beheimatet. Zwischen 1968 und 1973 sind von der ÖBB 13 Maschinen der Reihe 152 an die Graz - Köflacher Eisenbahn - und Bergbaugesellschaft (GKB) zur Ablösung der österreichischen Reihe 56 verkauft worden . Die 152.4867 kam am 15. Januar 1970 in die Steiermark, wo sie nach erforderlicher Hauptausbesserung vorwiegend im Güterzugdienst auf den von Graz ausgehenden Strecken der GKB bis Anfang 1978 eingesetzt war.

Ende 1980 erwarb die Historische Eisenbahn Frankfurt e. V. die 152 4867 von der GKB und schloß mit ihr gleichzeitig einen Vertrag über die Generalaufarbeitung der Lokomotive ab . Bei dieser Gelegenheit wurde der zuletzt mit der Maschine gekuppelte Kabinentender gegen einen Originaltender getauscht. Auch der zwischenzeitlich zu Versuchszwecken eingebaute Gissel-Injektor wurde gegen den Standard Schornstein ausgetauscht.

Die Maschine wurde dann erstmals 1985 auf den Gleisen der Frankfurter Hafenbahn eingesetzt. Neben gelegentlichen Einsätzen auf Privatbahnen im Taunus der Wetterau und dem Rheingau ist sie die letzten Jahre das Rückgrat der Zugförderung auf der Museumsstrecke der Historischen Eisenbahn in Frankfurt am Main gewesen. Da die Maschine trotz ihrer langen Laufzeit noch eine gute Substanz aufweist wird sie 1999 mit Indusi und Zugbahnfunk aufgerüstet.
Im Dampflokwerk Meiningen wurde 2001 für die Dampflokomotive ein neuer Kessel hergestellt und die Maschine kann damit seit Februar 2003 damit bewundert werden.

Technische Daten der Güterzug - Dampflokomotive 52 4867:

Bauart 1`E h2

Hersteller Maschinenbau und Bahnbedarf A. G. Potsdam

Fabrikationsnummer 13 931

Baujahr 1943

Treibraddurchmesser 1400 mm

Laufraddurchmesser 850 mm

Länge über Puffer 22 975 mm

Zylinderdurchmesser 600 mm

Kolbenhub 660 mm

Kesselüberdruck 16 bar

Rostfläche 3,89 m²

Verdampfungsheizfläche 177,83 m²

Überhitzerheizfläche 68,94 m²

Achslast max. 15,3 t

Lokreibungslast 75,5 t

Lokdienstgewicht 84,4 t

Fahrzeugdienstgewicht 133,1 t

Wasser / Kohlevorrat 30 m³ / 8 t

Höchstgeschwindigkeit vorwärts / rückwärts 80 / 80 km/h

Letzter Eigentümer Graz- Köflacher- Eisenbahn-u. Bergbaugesellschaft

Im Besitz der HE seit 1980

 

Konstruktionsübersicht Einheitsdampflokomotive 52

Stand 5.1999

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